Wissen rund um Vitalpilze & Ernährung

Cordyceps: Der faszinierende Raupenpilz aus dem Himalaya

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Cordyceps: Der faszinierende Raupenpilz aus dem Himalaya

Ein Pilz, der aus einer Raupe wächst – was nach Science-Fiction klingt, passiert jedes Jahr auf den Bergwiesen des Himalaya. Der Cordyceps, auch Raupenpilz genannt, gehört zu den ungewöhnlichsten Pilzen der Welt und ist zugleich eines der teuersten Naturprodukte überhaupt. Wie lebt dieser Pilz, woher kommt er, und warum wird heute vor allem kultivierter Cordyceps verwendet? Ein Überblick über einen aussergewöhnlichen Vertreter aus dem Reich der Pilze. Winterwurm, Sommergras: eine aussergewöhnliche Lebensweise Im Spätsommer befallen die Sporen des Pilzes im Boden lebende Larven bestimmter Nachtfalter. Über den Winter durchwächst das Myzel die Larve. Im Frühsommer schiebt sich dann aus der Larve ein schlanker, bräunlicher Fruchtkörper an die Erdoberfläche. Dieser aussergewöhnliche Kreislauf hat dem Pilz seinen chinesischen Namen gegeben: Dong Chong Xia Cao – «im Winter ein Wurm, im Sommer ein Gras». Spätsommer Sporen gelangen in den Boden und befallen dort lebende Larven. Winter Das Myzel durchwächst die Larve und nutzt sie als Nährstoffquelle. Frühsommer Der Fruchtkörper wächst aus der Larve an die Erdoberfläche. Herkunft: Bergwiesen zwischen 3000 und 5000 Metern Der wilde Raupenpilz wächst auf alpinen Wiesen des tibetischen Hochlands und der angrenzenden Himalaya-Regionen. Für viele Familien in diesen Regionen stellt das Sammeln während der kurzen Saison eine wichtige Einkommensquelle dar. Die nur wenige Zentimeter grossen Fruchtkörper sind zwischen der Vegetation entsprechend schwierig zu entdecken. Einer oft erzählten Überlieferung zufolge sollen tibetische Hirten auf den Pilz aufmerksam geworden sein, weil ihre Yaks auf entsprechenden Bergwiesen besonders gerne weideten. Solche Erzählungen gehören zur Überlieferung rund um den Raupenpilz und sind nicht mit wissenschaftlichen Nachweisen gleichzusetzen. Schon gewusst? Der wild wachsende Raupenpilz trägt heute den wissenschaftlichen Namen Ophiocordyceps sinensis. Früher wurde er der Gattung Cordyceps zugeordnet – daher der bis heute gebräuchliche Name «Cordyceps sinensis». Aufgrund des hohen Sammeldrucks und rückläufiger Bestände wird die Art auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft. Warum Cordyceps heute kultiviert wird Wilder Raupenpilz ist selten, teuer und seine natürlichen Bestände stehen unter hohem Sammeldruck. Für Produkte werden deshalb kultivierte Cordyceps-Rohstoffe verwendet. Dabei kommen unterschiedliche Verfahren und Pilzarten zum Einsatz. Myzel aus Fermentation Ein Pilzstamm wird als Myzel in einer Nährflüssigkeit kultiviert. Ein bekanntes Beispiel ist der Stamm CS-4. Das Verfahren kommt ohne die natürliche Entwicklung in einer Insektenlarve aus. Cordyceps militaris Eine verwandte Art mit charakteristischen orangefarbenen Fruchtkörpern. Cordyceps militaris lässt sich unter kontrollierten Bedingungen kultivieren und kann dabei Fruchtkörper bilden. Cordyceps bei HAWLIK: Für die HAWLIK Cordyceps-Produkte wird kultiviertes CS-4-Myzel verwendet. Dieses wird in Nährflüssigkeit kultiviert. Was steckt im Cordyceps? Cordyceps enthält verschiedene natürliche Bestandteile. Welche Stoffe und Mengen vorkommen, hängt unter anderem von Pilzart, Stamm, verwendetem Pilzmaterial und Kultivierungsverfahren ab. ✓ Polysaccharide ✓ Nukleoside ✓ Aminosäuren ✓ Zuckeralkohole wie Mannitol Zu den in der Forschung untersuchten Verbindungen gehören unter anderem Nukleoside wie Adenosin sowie – insbesondere bei Cordyceps militaris – Cordycepin. Was sagt die Forschung? Verschiedene Bestandteile von Cordyceps sind Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Ein grosser Teil der Forschung besteht aus Labor- und Tierstudien. Ergebnisse solcher Untersuchungen lassen sich nicht ohne Weiteres auf die Wirkung eines Lebensmittels beim Menschen übertragen. Cordyceps als Pulver, Extrakt oder Kapsel Cordyceps-Rohstoffe können unterschiedlich verarbeitet werden. Pulver entsteht durch Trocknen und feines Vermahlen des verwendeten Pilzmaterials. Bei einem Extrakt werden bestimmte lösliche Bestandteile aus dem Ausgangsmaterial herausgelöst. Anschliessend kann der Extrakt konzentriert und getrocknet werden. Je nach Produkt können Extrakte auf bestimmte Inhaltsstoffe standardisiert sein. Pulver und Extrakte unterscheiden sich damit in ihrer Herstellung und Zusammensetzung. Welche Form eingesetzt wird, hängt vom jeweiligen Produkt, dem verwendeten Rohstoff und dessen Spezifikation ab. Ein aussergewöhnlicher Pilz Der Raupenpilz verbindet eine ungewöhnliche Lebensweise mit einer langen Geschichte in Tibet und China. Der natürliche Ophiocordyceps sinensis ist eng an seinen Lebensraum und bestimmte Wirtsinsekten gebunden. Für heutige Produkte stehen dagegen kultivierte Cordyceps-Rohstoffe zur Verfügung. Wer Cordyceps-Produkte miteinander vergleicht, kann deshalb auf Angaben zur Pilzart, zum verwendeten Pilzmaterial und zum Herstellungsverfahren achten. Cordyceps von HAWLIK entdecken Mehr über die verschiedenen HAWLIK Cordyceps-Produkte, Zusammensetzungen und Produktinformationen erfahren. Zu den Cordyceps-Produkten → Häufige Fragen zu Cordyceps Was ist Cordyceps? Der Name Cordyceps wird für verschiedene parasitisch lebende Schlauchpilze verwendet, die mit Insekten oder anderen Gliederfüssern verbunden sind. Besonders bekannt ist der Raupenpilz aus dem Himalaya, Ophiocordyceps sinensis. Ist Cordyceps vegan? Der wild wachsende Ophiocordyceps sinensis entwickelt sich in Insektenlarven. Kultivierte Cordyceps-Rohstoffe können dagegen ohne Insekten hergestellt werden. Ob ein konkretes Produkt vegan ist, sollte anhand seiner Produktkennzeichnung geprüft werden. Was ist der Unterschied zwischen Cordyceps sinensis und Cordyceps militaris? Der früher als Cordyceps sinensis bezeichnete Raupenpilz wird heute wissenschaftlich Ophiocordyceps sinensis genannt. Er kommt natürlicherweise in Hochgebirgsregionen Asiens vor und entwickelt sich in Insektenlarven. Cordyceps militaris ist eine andere Art, die charakteristische orangefarbene Fruchtkörper bildet und unter kontrollierten Bedingungen kultiviert werden kann. Was bedeutet CS-4? CS-4 bezeichnet einen kultivierten Cordyceps-Pilzstamm. Das Myzel wird unter kontrollierten Bedingungen durch Fermentation in einem flüssigen Nährmedium kultiviert. Warum ist wilder Raupenpilz so teuer? Wilder Ophiocordyceps sinensis kommt nur in bestimmten Hochgebirgsregionen vor und wird während einer kurzen Saison von Hand gesammelt. Das begrenzte natürliche Vorkommen trifft auf eine hohe Nachfrage, wodurch sehr hohe Marktpreise entstehen können. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und der Beschreibung von Cordyceps als Pilz. Angaben zu Pilzarten, traditioneller Verwendung und wissenschaftlicher Forschung stellen keine Aussagen zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von Krankheiten dar. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Für konkrete Produkte gelten die jeweiligen Produktinformationen.
Reizdarm

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Reizdarm

Bauchschmerzen, Blähungen, mal Durchfall, mal Verstopfung – und trotzdem zeigen die Untersuchungen nichts Auffälliges. So oder ähnlich beginnt für viele Menschen der Weg zur Diagnose Reizdarmsyndrom. Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist nicht gefährlich, kann den Alltag aber stark einschränken. Dieser Beitrag erklärt, was hinter den Beschwerden steckt, wie die Diagnose gestellt wird und welche allgemeinen Massnahmen im Alltag guttun können. Was ist ein Reizdarm? Das Reizdarmsyndrom gehört zu den sogenannten funktionellen Darmerkrankungen. Das bedeutet: Der Darm ist in seiner Funktion gestört, ohne dass sich bei Untersuchungen eine Entzündung, ein Tumor oder eine andere organische Ursache findet. Heute spricht die Fachwelt auch von einer Störung der Darm-Hirn-Achse – also der Kommunikation zwischen Nervensystem und Verdauungstrakt. Das Reizdarmsyndrom gehört zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch wegen Verdauungsbeschwerden. Typische Symptome Die Beschwerden sind von Person zu Person sehr unterschiedlich – in Art, Stärke und Zeitpunkt. Häufig sind: ✓ Bauchschmerzen oder Krämpfe ✓ Blähungen und Völlegefühl ✓ Durchfall ✓ Verstopfung ✓ Wechsel zwischen beidem Je nach vorherrschendem Stuhlverhalten unterscheiden Fachpersonen mehrere Typen: Durchfall-Typ Vorwiegend weicher oder flüssiger Stuhl. Verstopfungs-Typ Vorwiegend harter, seltener Stuhl. Misch-Typ Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab. Mögliche Ursachen Eine einzelne Ursache gibt es nicht. Die Forschung geht davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken: veränderte Darmbewegungen (Motilität) eine erhöhte Empfindlichkeit der Darmnerven Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien eine vorangegangene Magen-Darm-Infektion Stress und psychische Belastung bestimmte Lebensmittel oder Essgewohnheiten Wie diese Faktoren im Einzelnen zusammenhängen, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Beschwerden können dennoch sehr belastend sein – auch wenn Untersuchungen keine organische Ursache zeigen. Wie wird die Diagnose gestellt? Bei Verdacht auf ein Reizdarmsyndrom werden die Beschwerden ärztlich beurteilt und andere mögliche Ursachen berücksichtigt. Dazu können beispielsweise chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, Infektionen oder Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktosemalabsorption gehören. Je nach Situation können zur Abklärung gehören: ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und Gewohnheiten eine körperliche Untersuchung Blut- und Stuhluntersuchungen bei Bedarf weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder Darmspiegelung Als Orientierung für die Diagnose dienen unter anderem die internationalen Rom-IV-Kriterien. Dabei werden wiederkehrende Bauchschmerzen zusammen mit Veränderungen des Stuhlgangs beziehungsweise der Stuhlhäufigkeit oder -beschaffenheit berücksichtigt. ! Diese Zeichen sollten Sie ärztlich abklären lassen Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, nächtliche Beschwerden oder Blutarmut sollten ärztlich abgeklärt werden. Auch bei neu auftretenden oder anhaltenden Beschwerden ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. So können andere mögliche Ursachen der Beschwerden berücksichtigt werden. Was im Alltag guttun kann Ein Patentrezept gibt es nicht. Viele Betroffene finden aber mit der Zeit heraus, welche Lebensmittel und Gewohnheiten sie gut vertragen. Die folgenden Ansätze können eine allgemeine Orientierung bieten – bei ausgeprägten oder anhaltenden Beschwerden am besten in Absprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachperson. Ernährung beobachten Ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch kann dabei helfen, mögliche persönliche Zusammenhänge zu erkennen. Notiert werden können zum Beispiel Mahlzeiten, Beschwerden und weitere Faktoren des Tages. Die FODMAP-Methode FODMAP steht für bestimmte vergärbare Kohlenhydrate. Sie kommen unter anderem in Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchten, Weizen, bestimmten Früchten und Milchprodukten vor. Bei einer Low-FODMAP-Ernährung werden entsprechende Lebensmittel zunächst zeitlich begrenzt reduziert. Anschliessend werden einzelne Lebensmittelgruppen schrittweise wieder eingeführt, um die individuelle Verträglichkeit zu beurteilen. Da die Auswahl der Lebensmittel dabei deutlich eingeschränkt werden kann, sollte die Methode möglichst von einer qualifizierten Ernährungsfachperson begleitet werden. Ballaststoffe individuell auswählen Auch die Verträglichkeit von Ballaststoffen kann individuell unterschiedlich sein. Lösliche Ballaststoffe kommen beispielsweise in Hafer und Flohsamenschalen vor. Bei einer Erhöhung der Ballaststoffzufuhr empfiehlt es sich, schrittweise vorzugehen und ausreichend zu trinken. Kleine Gewohnheiten für den Alltag ✓ Mahlzeiten in Ruhe einnehmen und gut kauen ✓ Auf die individuell verträgliche Portionsgrösse achten ✓ Regelmässig trinken, zum Beispiel Wasser oder ungesüsste Kräutertees ✓ Persönlich gut verträgliche Lebensmittel bevorzugen ✓ Regelmässige Bewegung in den Alltag integrieren ✓ Bewusste Pausen und Erholungsphasen einplanen Stress und die Darm-Hirn-Achse Darm und Nervensystem stehen miteinander in Verbindung. Stress und psychische Belastungen können daher bei manchen Menschen mit Veränderungen der Verdauungsbeschwerden einhergehen. Entspannungsverfahren, Atemübungen und andere Strategien zum Umgang mit Stress können ergänzende Bestandteile eines individuellen Umgangs mit den Beschwerden sein. Fazit Das Reizdarmsyndrom kann den Alltag und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Da ähnliche Beschwerden unterschiedliche Ursachen haben können, ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung wichtig. Ernährung, Bewegung, Erholung und das Beobachten persönlicher Auslöser können dabei helfen, den eigenen Alltag bewusster auf die individuelle Verträglichkeit auszurichten. Häufige Fragen zum Reizdarm Ist ein Reizdarm gefährlich? Das Reizdarmsyndrom verursacht nach heutigem Wissen keine strukturelle Schädigung des Darms. Die Beschwerden können die Lebensqualität jedoch erheblich beeinträchtigen. Da ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben können, sollten anhaltende Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Wie merke ich, ob ich einen Reizdarm habe? Wiederkehrende Bauchschmerzen zusammen mit Veränderungen des Stuhlgangs können zu einem Reizdarmsyndrom passen. Solche Beschwerden können jedoch unterschiedliche Ursachen haben. Die Diagnose sollte deshalb ärztlich gestellt werden. Was ist die FODMAP-Diät? Die Low-FODMAP-Ernährung ist ein zeitlich begrenztes Ernährungskonzept, bei dem bestimmte vergärbare Kohlenhydrate zunächst reduziert und anschliessend schrittweise wieder eingeführt werden. Ziel ist es, die individuelle Verträglichkeit verschiedener Lebensmittel zu beurteilen. Eine fachliche Begleitung ist empfehlenswert. Kann Stress Reizdarmbeschwerden beeinflussen? Stress gilt nicht als alleinige Ursache des Reizdarmsyndroms. Über die Darm-Hirn-Achse können Stress und psychische Belastungen jedoch mit Veränderungen der Verdauungsbeschwerden zusammenhängen. Wann sollte ich zur Ärztin oder zum Arzt? Neu auftretende, anhaltende oder ausgeprägte Verdauungsbeschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Das gilt insbesondere bei Warnzeichen wie Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber oder nächtlichen Beschwerden. Weiterlesen Gastritis verstehen Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen Gesunder Schlaf: kleine Gewohnheiten Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Inhalte beziehen sich nicht auf Produkte von HAWLIK.
Depressive Verstimmung: Stimmungstief im Herbst & Winter

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Depressive Verstimmung: Stimmungstief im Herbst & Winter

Wenn die Tage kürzer werden und es morgens später hell und abends früher dunkel wird, bemerken manche Menschen Veränderungen bei Stimmung, Energie und Antrieb. Man fühlt sich vielleicht müder, weniger motiviert oder zieht sich häufiger zurück. Umgangssprachlich ist dann manchmal vom «Winterblues» die Rede. Eine gedrückte Stimmung in der dunkleren Jahreszeit ist jedoch nicht automatisch eine Depression. Auch Stress, persönliche Belastungen, Veränderungen im Alltag und viele weitere Faktoren können unser psychisches Wohlbefinden beeinflussen. Wichtig ist, die eigene Stimmung wahrzunehmen und Belastungen ernst zu nehmen. Eine depressive Verstimmung muss man dabei nicht mit sich allein ausmachen. Es kann guttun, mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen. Was ist eine depressive Verstimmung? Der Begriff depressive Verstimmung beschreibt eine Stimmungslage, die durch Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder verminderten Antrieb geprägt sein kann. Sie kann beispielsweise im Zusammenhang mit Stress, Überforderung, Trauer, Konflikten oder anderen belastenden Lebenssituationen auftreten. Wie eine solche Phase erlebt wird, ist individuell. Manche Menschen fühlen sich vor allem erschöpft oder antriebslos, andere ziehen sich stärker zurück, schlafen anders als gewohnt oder empfinden weniger Freude an Dingen, die ihnen normalerweise guttun. Eine depressive Verstimmung ist dabei nicht automatisch eine Depression. Die beiden Begriffe werden im Alltag zwar manchmal gleich verwendet, sollten jedoch voneinander unterschieden werden. Depressive Verstimmung oder Depression – was ist der Unterschied? Eine depressive Verstimmung beschreibt zunächst eine gedrückte Stimmungslage. Eine Depression hingegen ist eine psychische Erkrankung, die fachlich diagnostiziert wird. Die folgende Übersicht dient der Orientierung und zeigt einige grundlegende Unterschiede. Depressive Verstimmung Depression Einordnung Beschreibt eine gedrückte oder niedergeschlagene Stimmungslage. Ist eine psychische Erkrankung, die fachlich diagnostiziert wird. Mögliche Einflussfaktoren Kann beispielsweise im Zusammenhang mit Stress, Überforderung, Trauer, Konflikten oder belastenden Lebenssituationen auftreten. Bei einer Depression können biologische, psychische und soziale Faktoren zusammenspielen. Mögliche Anzeichen Zum Beispiel Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, innere Unruhe oder weniger Antrieb. Typische Beschwerden können unter anderem eine gedrückte Stimmung, Interessen- oder Freudverlust und verminderter Antrieb sein. Weitere Beschwerden können hinzukommen. Auswirkungen Kann das persönliche Wohlbefinden und den Alltag beeinträchtigen. Kann verschiedene Lebensbereiche wie Alltag, Arbeit, Beziehungen und soziale Aktivitäten deutlich beeinträchtigen. Umgang Die eigene Belastung ernst nehmen, auf die eigenen Bedürfnisse achten und mit einer vertrauten Person darüber sprechen. Bei Unsicherheit oder stärkerer Belastung kann zusätzliche fachliche Unterstützung sinnvoll sein. Eine fachliche Abklärung ist wichtig. Je nach individueller Situation stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wichtig: Diese Übersicht dient der allgemeinen Orientierung und nicht der Selbstdiagnose. Psychische Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Wie kann sich eine depressive Verstimmung zeigen? Eine depressive Verstimmung kann sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich bemerkbar machen. Neben Niedergeschlagenheit können beispielsweise Erschöpfung, weniger Motivation, innere Unruhe oder ein erhöhtes Bedürfnis nach Rückzug auftreten. Auch Schlaf, Konzentration, Appetit oder das allgemeine Wohlbefinden können sich verändern. Einzelne dieser Anzeichen sagen für sich genommen jedoch noch nichts darüber aus, ob eine psychische Erkrankung vorliegt. Stimmung Niedergeschlagenheit Energie Erschöpfung & weniger Antrieb Schlaf Veränderter Schlaf Rückzug Weniger Interesse an Aktivitäten Warum kann sich unsere Stimmung verändern? Unsere Stimmung wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Belastungen im Beruf oder Privatleben, Konflikte, Trauer, Veränderungen der Lebenssituation, Schlafmangel oder Stress können sich auf das psychische Wohlbefinden auswirken. Auch biologische und körperliche Faktoren können eine Rolle spielen. Stimmung und Wohlbefinden entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von Vorgängen im Körper und Gehirn, persönlichen Erfahrungen und den jeweiligen Lebensumständen. Die Vorstellung, eine gedrückte Stimmung lasse sich grundsätzlich auf einen Mangel eines einzelnen Botenstoffs wie Serotonin zurückführen, greift deshalb zu kurz. Wenn die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt Im Herbst und Winter verändert sich unser Alltag. Die Tage werden kürzer, wir bekommen häufig weniger natürliches Tageslicht und verbringen mehr Zeit in Innenräumen. Gleichzeitig verändert sich bei manchen Menschen der persönliche Tagesrhythmus. Manche bemerken in dieser Zeit, dass sie sich müder fühlen, weniger Energie haben oder sich häufiger zurückziehen. Umgangssprachlich wird eine solche Veränderung der Stimmung häufig als «Winterblues» bezeichnet. Dabei ist wichtig, nicht jedes saisonale Stimmungstief als Depression einzuordnen. Eine depressive Verstimmung kann unterschiedliche Hintergründe haben, und auch die Jahreszeit ist nur einer von vielen möglichen Einflussfaktoren. Gerade in dieser Zeit kann es hilfreich sein, die eigenen Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen, den Alltag aktiv zu gestalten und mit anderen über das eigene Befinden zu sprechen. 4 Impulse für die dunklere Jahreszeit Kleine Veränderungen lösen Belastungen nicht einfach auf. Sie können jedoch dabei helfen, bewusster auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und dem Alltag Struktur und Ausgleich zu geben. Tageslicht Bewusst nach draussen gehen Bewegung Regelmässig aktiv bleiben Struktur Routinen im Alltag schaffen Verbindung Darüber sprechen Tageslicht nutzen: Gerade in der dunkleren Jahreszeit kann es guttun, bewusst Zeit im Freien und bei natürlichem Tageslicht zu verbringen. Ein Spaziergang am Morgen, in der Mittagspause oder am Wochenende lässt sich oft unkompliziert in den Alltag integrieren. In Bewegung bleiben: Spaziergänge, Velofahren oder andere Formen von Bewegung bringen Aktivität in den Alltag. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen. Entscheidend ist eine Form der Bewegung, die zur eigenen Situation passt und gerne ausgeübt wird. Dem Alltag Struktur geben: Wenn Energie und Motivation fehlen, können kleine Routinen Orientierung geben. Regelmässige Schlafenszeiten, Mahlzeiten oder bewusst eingeplante Aktivitäten können dabei helfen, dem Tag Struktur zu geben. Darüber sprechen: Eine depressive Verstimmung muss man nicht mit sich allein ausmachen. Ein Gespräch mit einer vertrauten Person, gemeinsame Zeit oder ein Spaziergang können guttun. Gerade wenn die Stimmung gedrückt ist, kann es hilfreich sein, sich nicht vollständig zurückzuziehen und das eigene Befinden mit jemandem zu teilen. Mit anderen über die eigene Stimmung sprechen Über die eigene Stimmung zu sprechen, fällt nicht jedem leicht. Manchmal hilft es bereits, einer vertrauten Person zu erzählen, dass man sich gerade niedergeschlagen, erschöpft oder überfordert fühlt. Dabei muss das Gegenüber nicht sofort eine Lösung haben. Zuhören, Verständnis zeigen oder gemeinsam etwas zu unternehmen kann bereits unterstützend sein. Wer merkt, dass die eigene psychische Belastung zunehmend Sorgen bereitet oder der Alltag deutlich schwerer fällt, kann zusätzlich professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Hausärztinnen und Hausärzte sowie psychologische oder psychiatrische Fachpersonen können geeignete Anlaufstellen sein. Wie kann ich jemanden mit einer depressiven Verstimmung unterstützen? Auch für Angehörige und Freunde ist es nicht immer einfach zu wissen, wie sie reagieren sollen. Oft ist es hilfreich, zunächst zuzuhören und die Empfindungen der betroffenen Person ernst zu nehmen. Statt vorschnell Lösungen anzubieten, kann man nachfragen, was gerade guttun würde. Ein Gespräch, ein gemeinsamer Spaziergang oder einfach etwas Zeit miteinander können Möglichkeiten sein, Unterstützung zu zeigen. Aussagen wie «Reiss dich zusammen» oder «Denk einfach positiv» sind dagegen wenig hilfreich. Jeder Mensch erlebt Belastungen anders, und auch der Umgang damit ist individuell. Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll? Eine depressive Verstimmung ist nicht automatisch eine Depression. Trotzdem sollten psychische Beschwerden und die eigene Belastung ernst genommen werden. Wenn die Stimmung stark belastet, der Alltag zunehmend schwerfällt oder Unsicherheit darüber besteht, was hinter den Veränderungen steckt, kann ein Gespräch mit einer medizinischen oder psychologischen Fachperson sinnvoll sein. Gut durch die dunklere Jahreszeit Weniger Tageslicht, ein veränderter Tagesrhythmus und mehr Zeit in Innenräumen können die dunklere Jahreszeit für manche Menschen herausfordernder machen. Gleichzeitig reagiert jeder Mensch anders auf saisonale Veränderungen. Die eigene Stimmung bewusst wahrzunehmen, für Tageslicht und Bewegung zu sorgen, dem Alltag Struktur zu geben und den Kontakt zu anderen zu pflegen, sind einfache Möglichkeiten, im Alltag auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Und besonders wichtig: Wenn es einem nicht gut geht, muss man damit nicht allein bleiben. Mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen kann ein erster Schritt sein. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder psychologische Diagnose, Beratung oder Behandlung. Bei belastenden psychischen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine entsprechend qualifizierte medizinische oder psychologische Fachperson.
Die faszinierende Welt der Pilze – ein kleiner Pilzratgeber

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Die faszinierende Welt der Pilze – ein kleiner Pilzratgeber

Pilze begegnen uns überall – im Wald, in der Küche und manchmal sogar dort, wo wir sie gar nicht vermuten. Trotzdem wird ihre Vielfalt häufig unterschätzt. Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere, sondern bilden ein eigenes Reich mit einer faszinierenden Vielfalt an Formen und Lebensweisen. Was wir als «Pilz» wahrnehmen, ist dabei häufig nur ein kleiner sichtbarer Teil des eigentlichen Organismus. Unter der Erde, im Holz oder in anderem organischem Material kann sich ein weit verzweigtes Geflecht aus Pilzfäden verbergen. Zeit also, die Welt der Pilze etwas genauer anzuschauen. Pilze – weder Pflanze noch Tier Früher wurden Pilze den Pflanzen zugeordnet. Heute bilden sie in der biologischen Systematik ein eigenes Reich. Anders als Pflanzen betreiben Pilze keine Photosynthese. Sie nehmen Nährstoffe aus ihrer Umgebung auf und spielen dadurch eine wichtige Rolle in zahlreichen Ökosystemen. Viele Pilze zersetzen abgestorbenes organisches Material und führen die darin enthaltenen Nährstoffe wieder dem natürlichen Kreislauf zu. Andere leben eng mit Pflanzen zusammen oder nutzen lebende Organismen als Nahrungsquelle. Was wir sehen – und was verborgen bleibt Bei einem Waldspaziergang sehen wir meist den Fruchtkörper. Er dient bei vielen Pilzarten der Bildung und Verbreitung von Sporen. Ein grosser Teil des eigentlichen Pilzorganismus bleibt dagegen verborgen. Fruchtkörper Der sichtbare Teil vieler Pilze, der unter anderem der Bildung und Verbreitung von Sporen dient. Hyphen Feine, fadenförmige Strukturen, aus denen der Pilzorganismus aufgebaut sein kann. Myzel Das verzweigte Geflecht vieler Hyphen, das sich beispielsweise im Boden oder Holz ausbreitet. Mykorrhiza – wenn Pilz und Pflanze zusammenarbeiten Eine besonders faszinierende Form des Zusammenlebens ist die Mykorrhiza. Dabei gehen bestimmte Pilze eine enge Verbindung mit den Wurzeln von Pflanzen ein. Die feinen Pilzhyphen reichen in Bereiche des Bodens, die Pflanzenwurzeln allein teilweise nur schwer erschliessen können. Sie unterstützen die Pflanze bei der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen. Im Gegenzug erhält der Pilz von der Pflanze kohlenstoffreiche Verbindungen, die durch Photosynthese entstanden sind. Mykorrhizapilze können mit ihren Hyphen weit verzweigte Netzwerke im Boden bilden. Teilweise können dadurch mehrere Pflanzen mit Pilznetzwerken verbunden sein. Wie Stoffe und Signale innerhalb solcher Netzwerke ausgetauscht werden und welche ökologische Bedeutung dies im Einzelnen hat, ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Schon gewusst? Pilzorganismen können erstaunliche Dimensionen erreichen. Ein bekanntes Exemplar von Armillaria ostoyae im Malheur National Forest im US-Bundesstaat Oregon erstreckt sich über rund 965 Hektar. Es gilt nach Schätzungen der Biomasse als einer der grössten bekannten lebenden Organismen der Erde. Die drei Lebensweisen der Pilze Pilze verfolgen unterschiedliche Lebensstrategien. Manche leben in enger Gemeinschaft mit Pflanzen, andere bauen abgestorbenes organisches Material ab und wieder andere nutzen lebende Organismen als Wirte. Die Übergänge können dabei fliessend sein. Symbiosepartner Gemeinsam mit Pflanzen Mykorrhizapilze leben in enger Gemeinschaft mit Pflanzen. Die Pilzhyphen erweitern den Bereich, aus dem Wasser und Mineralstoffe aufgenommen werden können. Im Gegenzug erhält der Pilz von der Pflanze kohlenstoffreiche Verbindungen. ✓ Verbindung mit Pflanzenwurzeln ✓ Austausch von Ressourcen ✓ Bedeutend für viele Waldökosysteme Pilzbeispiele ansehen Steinpilz Boletus edulis Speisepilz: Ja Trüffel Tuber melanosporum Speisepilz: Ja Fliegenpilz Amanita muscaria Speisepilz: Nein Zersetzer Die Recycler der Natur Saprotrophe Pilze nutzen abgestorbenes organisches Material wie Holz, Laub oder andere Pflanzenreste. Beim Abbau dieses Materials werden Nährstoffe wieder in natürliche Kreisläufe zurückgeführt. ✓ Abbau organischen Materials ✓ Teil des natürlichen Nährstoffkreislaufs ✓ Darunter zahlreiche bekannte Speisepilze Pilzbeispiele ansehen Shiitake Lentinula edodes Speisepilz: Ja Champignon Agaricus bisporus Speisepilz: Ja Hericium Hericium erinaceus Speisepilz: Ja Pleurotus Pleurotus ostreatus Speisepilz: Ja Enoki Flammulina filiformis Speisepilz: Ja Auricularia Auricularia auricula-judae Speisepilz: Ja Agaricus Agaricus sp. Speisepilz: je nach Art Coprinus Coprinus sp. Speisepilz: je nach Art Parasiten Leben auf oder in einem Wirt Parasitische Pilze nutzen lebende Organismen als Nahrungsquelle. Dabei können beispielsweise Bäume, Pflanzen, Insekten oder andere Organismen als Wirte dienen. ✓ Nutzung eines lebenden Wirtes ✓ Sehr unterschiedliche Wirtsorganismen ✓ Teil natürlicher Ökosysteme Pilzbeispiele ansehen Chaga Inonotus obliquus Speisepilz: kein klassischer Speisepilz Cordyceps Cordyceps / verwandte Gattungen Speisepilz: kein klassischer Speisepilz Maitake Grifola frondosa Speisepilz: Ja Polyporus Polyporus sp. Speisepilz: je nach Art Mehrere Lebensweisen Nicht immer eindeutig Die Einteilung in Symbiosepartner, Zersetzer und Parasiten ist eine Vereinfachung. Einige Pilze können je nach Art, Wirt und Lebensphase unterschiedliche Strategien zeigen. So können sie beispielsweise zunächst lebendes Holz besiedeln und später auch abgestorbenes Holz weiter abbauen. Pilzbeispiel ansehen Reishi Ganoderma lucidum Speisepilz: kein klassischer Speisepilz ! Gut zu wissen Biologische Lebensweisen lassen sich nicht immer in starre Kategorien einteilen. Einige holzbewohnende Pilze können an lebenden Bäumen vorkommen und später auch abgestorbenes Holz weiter abbauen. Hinweis: Die Angaben zum Speisepilz dienen der allgemeinen Einordnung und sind keine Anleitung zum Sammeln oder Verzehr wild wachsender Pilze. Wildpilze sollten nur verzehrt werden, wenn sie zweifelsfrei fachkundig bestimmt wurden. Vom Pilz zum Pulver und Extrakt Neben ihrer Verwendung als Lebensmittel werden bestimmte Pilzarten auch zu Pulvern oder Extrakten verarbeitet. Bei Pilzpulver wird das verwendete Pilzmaterial getrocknet und fein vermahlen. Bei einem Pilzextrakt werden ausgewählte Bestandteile mithilfe eines Extraktionsverfahrens aus dem Ausgangsmaterial herausgelöst. Anschliessend kann der gewonnene Extrakt weiterverarbeitet und getrocknet werden. Pulver und Extrakt sind deshalb nicht dasselbe. Welche Ausgangsmaterialien und Herstellungsverfahren verwendet werden, kann sich je nach Produkt unterscheiden. Pilze in neuen Rollen Pilze begegnen uns längst nicht nur im Wald. Speisepilze gehören zur menschlichen Ernährung, Hefen werden beispielsweise zur Herstellung von Brot und fermentierten Getränken genutzt und bestimmte Schimmelpilze spielen bei der Herstellung verschiedener Lebensmittel eine Rolle. Auch in Forschung und Biotechnologie sind Pilze von grosser Bedeutung. Ein bekanntes historisches Beispiel ist Penicillin: Alexander Fleming beobachtete 1928 die antibakterielle Wirkung eines Schimmelpilzes. Pilze und ihre Stoffwechselprodukte werden bis heute wissenschaftlich untersucht und industriell genutzt. Auch Materialien auf Myzelbasis werden erforscht und entwickelt. Dabei kann Pilzmyzel beispielsweise auf pflanzlichen Reststoffen wachsen und diese zu neuen Strukturen verbinden. Daraus ergeben sich Ansätze für Verpackungs-, Dämm- und weitere Werkstoffe. Eine faszinierende Welt unter unseren Füssen Pilze sind weit mehr als die Fruchtkörper, die wir im Wald oder im Supermarkt sehen. Als Zersetzer, Symbiosepartner und Bestandteil komplexer Ökosysteme übernehmen sie zahlreiche Aufgaben. Viele ihrer Strukturen und Prozesse bleiben für uns unsichtbar – verborgen im Boden, im Holz oder in anderen Organismen. Gerade diese Vielfalt macht das Reich der Pilze zu einem faszinierenden Forschungsgebiet. Und wahrscheinlich kennen wir von dieser verborgenen Welt noch längst nicht alles. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Begriffserklärung. Angaben zu Pilzarten, traditionellen Bezeichnungen oder Verwendungsformen stellen keine Aussagen zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von Krankheiten dar. Für konkrete Produkte gelten die jeweiligen Produktinformationen und gesetzlichen Vorgaben.
Immunsystem unterstützen: Ernährung, Bewegung, Schlaf & Erholung

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Immunsystem unterstützen: Ernährung, Bewegung, Schlaf & Erholung

Unser Immunsystem arbeitet jeden Tag daran, den Körper vor Krankheitserregern und anderen körperfremden Strukturen zu schützen. Dahinter steckt kein einzelnes Organ, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Zellen, Gewebe und Organe. Wie gut dieses System seine normalen Aufgaben erfüllen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung, ausreichend Schlaf und Erholungsphasen gehören zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil und schaffen gute Voraussetzungen für den Körper. Das Immunsystem im Alltag Verschiedene Bereiche unseres Lebensstils greifen ineinander. Vier davon begleiten uns jeden Tag: Ernährung Vielfältig & ausgewogen Bewegung Regelmässig aktiv Schlaf Zeit für Regeneration Erholung Ausgleich im Alltag Welche Rolle spielt die Ernährung? Das Immunsystem benötigt – wie alle anderen Systeme unseres Körpers – Energie und verschiedene Nährstoffe. Eine abwechslungsreiche Ernährung hilft dabei, den Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen, essenziellen Fettsäuren und weiteren Nährstoffen zu versorgen. Dabei kommt es weniger auf einzelne vermeintlich „immunstärkende“ Lebensmittel an als auf die Ernährung als Ganzes. Gemüse und Früchte in verschiedenen Farben, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan und liefern unterschiedliche Nährstoffe und Ballaststoffe. Welche Nährstoffe stehen mit der normalen Funktion des Immunsystems in Verbindung? Nährstoff Ausgewählte anerkannte Funktionen Vitamin A Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei. Vitamin B6 Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin B12 Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Vitamin C Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin D Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Folat Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Eisen Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei. Kupfer Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Selen Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zink Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Haut bei. Darm und Immunsystem – eng miteinander verbunden Der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig. Die Darmschleimhaut bildet eine wichtige Grenzfläche zwischen dem Körper und seiner Umwelt und steht in engem Austausch mit dem Immunsystem. Auch die zahlreichen Mikroorganismen des Darmmikrobioms sind Teil dieses komplexen Zusammenspiels. Wie Ernährung, Darmmikrobiom und Immunsystem miteinander interagieren, ist Gegenstand intensiver Forschung. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ballaststoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln bietet eine gute Grundlage für die Versorgung des Körpers. Regelmässig in Bewegung bleiben Bewegung gehört zu einem gesundheitsbewussten Alltag. Dabei muss es nicht immer intensiver Sport sein. Spaziergänge, Velofahren, Wandern, Schwimmen oder andere Aktivitäten lassen sich häufig gut in den Alltag integrieren. Entscheidend ist vor allem die Regelmässigkeit. Gleichzeitig gehören Aktivität und Erholung zusammen: Nach körperlicher Belastung benötigt der Körper ausreichend Zeit zur Regeneration. Schlaf – Zeit für Regeneration Während wir schlafen, laufen zahlreiche Regenerations- und Regulationsprozesse im Körper ab. Auch zwischen Schlaf und der Funktion des Immunsystems bestehen enge Zusammenhänge. Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Alter ab. Neben der Schlafdauer spielt auch die Qualität des Schlafs eine Rolle. Regelmässige Schlafenszeiten, ein ruhiges Schlafumfeld und ausreichend Zeit zum Abschalten können einen gesunden Schlaf unterstützen. Stress und Erholung in Balance bringen Stress gehört zum Leben und ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers auf besondere Anforderungen. Belastungsphasen werden vor allem dann herausfordernd, wenn sie über längere Zeit anhalten und Möglichkeiten zur Erholung fehlen. Bewusste Pausen, Bewegung, Zeit im Freien, ausreichend Schlaf oder persönliche Entspannungsrituale können dabei helfen, einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen. Was als erholsam empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Was ist mit Sauna und Wechselbädern? Saunagänge, warme Bäder oder Kneipp-Anwendungen werden von vielen Menschen als angenehm und entspannend empfunden. Die unterschiedlichen Temperaturreize wirken unter anderem auf Kreislauf und Durchblutung. Sie sollten jedoch nicht als Methode verstanden werden, mit der sich das Immunsystem gezielt „stärken“ oder eine Infektion verhindern lässt. Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere gesundheitliche Beschwerden hat, sollte vor intensiven Wärme- oder Kälteanwendungen medizinischen Rat einholen. Wann können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein? Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung mit bestimmten Nährstoffen oder anderen Stoffen zu ergänzen. Sie ersetzen jedoch keine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Bei gesunden Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht notwendig. In bestimmten Lebenssituationen oder bei einer unzureichenden Versorgung mit einzelnen Nährstoffen kann eine gezielte Ergänzung jedoch sinnvoll sein. Der individuelle Bedarf kann unter anderem von Alter, Ernährungsweise und persönlicher Lebenssituation abhängen. Wichtig: Gesundheitsbezogene Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen beziehen sich auf den jeweiligen Nährstoff und nicht pauschal auf ein Produkt. Bei einem konkreten Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel müssen zudem die gesetzlichen Voraussetzungen für die Verwendung des jeweiligen Health Claims erfüllt sein. Viele kleine Faktoren wirken zusammen Für die normale Funktion des Immunsystems gibt es nicht die eine Massnahme oder das eine Lebensmittel. Ernährung, Bewegung, Schlaf und Erholung greifen vielmehr ineinander und sind Bestandteile eines gesundheitsbewussten Lebensstils. Statt nach einer schnellen Lösung zu suchen, lohnt sich deshalb der Blick auf die Grundlagen: abwechslungsreich essen, regelmässig bewegen, ausreichend schlafen und dem Körper genügend Zeit zur Erholung geben. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur individuellen Nährstoffversorgung wenden Sie sich bitte an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.
Diabetes mellitus: Ursachen, Symptome und Prävention

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Diabetes mellitus: Ursachen, Symptome und Prävention

Unter Diabetes mellitus, auch "honigsüsser Durchfluss" oder umgangssprachlich Zuckerkrankheit genannt, versteht man eine Stoffwechselstörung, bei der Kohlenhydrate vom Körper nicht mehr richtig verarbeitet werden können. Schuld daran ist ein Mangel des Hormons Insulin, welches dafür sorgt, dass Zucker, oder genauer gesagt die Glucose in die Zellen aufgenommen werden kann. Dahinter können unterschiedliche Ursachen stecken. Denn Diabetes ist nicht gleich Diabetes: Während bei Typ-1-Diabetes das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt, entwickelt sich Typ-2-Diabetes meist über einen längeren Zeitraum. Eine weitere Form kann während einer Schwangerschaft auftreten. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Zusammenhänge verständlich und kompakt. Diabetes in der Schweiz – kurz zusammengefasst 3 wichtige Diabetesformen 6,9 % der Männer in der Schweiz* 4,0 % der Frauen in der Schweiz* * Anteil der Bevölkerung ab 15 Jahren in Privathaushalten mit Diabetes gemäss Schweizerischer Gesundheitsbefragung 2022. Was passiert bei Diabetes im Körper? Damit unser Körper mit Energie versorgt werden kann, wird ein Teil der Nahrung zu Glucose abgebaut. Diese gelangt ins Blut und steht den Körperzellen als Energiequelle zur Verfügung. Eine wichtige Rolle spielt dabei Insulin. Das Hormon wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und hilft dabei, Glucose aus dem Blut in verschiedene Körperzellen aufzunehmen. Bei Diabetes ist dieses Zusammenspiel gestört. Je nach Diabetesform produziert der Körper zu wenig oder kein Insulin oder die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend darauf. Dadurch verbleibt vermehrt Glucose im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Welche Arten von Diabetes gibt es? Diabetes mellitus umfasst verschiedene Erkrankungsformen. Zu den bekanntesten gehören Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes. Obwohl bei allen Formen erhöhte Blutzuckerwerte auftreten, unterscheiden sich ihre Ursachen deutlich. Typ-1-Diabetes Bei Typ-1-Diabetes greift das eigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Dadurch bildet der Körper mit der Zeit kaum noch oder kein eigenes Insulin mehr. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Betroffene benötigen Insulin. Die Erkrankung beginnt häufig im Kindes- oder Jugendalter, kann aber grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten. Typ-2-Diabetes Bei Typ-2-Diabetes ist zunächst meist noch Insulin vorhanden. Die Körperzellen reagieren jedoch zunehmend weniger empfindlich auf das Insulin. Man spricht von einer Insulinresistenz. Im weiteren Verlauf kann zusätzlich die Insulinproduktion abnehmen. Typ-2-Diabetes entwickelt sich häufig schleichend und kann deshalb längere Zeit unbemerkt bleiben. Schwangerschaftsdiabetes Schwangerschaftsdiabetes, medizinisch Gestationsdiabetes genannt, ist eine Störung des Glucosestoffwechsels, die während einer Schwangerschaft festgestellt wird. Dabei sind die Blutzuckerwerte erhöht. Nach der Schwangerschaft normalisieren sich die Blutzuckerwerte häufig wieder. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes haben jedoch langfristig ein erhöhtes Risiko, später einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Wie entsteht Typ-1-Diabetes? Bei Typ-1-Diabetes richtet sich das Immunsystem irrtümlicherweise gegen körpereigene Zellen. Betroffen sind die sogenannten Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren. Werden zunehmend mehr dieser Zellen zerstört, kann der Körper immer weniger Insulin bilden. Schliesslich entsteht ein ausgeprägter beziehungsweise absoluter Insulinmangel. Da Insulin für die Regulation des Blutzuckers eine zentrale Rolle spielt, müssen Menschen mit Typ-1-Diabetes Insulin zuführen. Warum diese Autoimmunreaktion bei manchen Menschen auftritt, ist noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Daneben werden weitere mögliche Einflussfaktoren erforscht. Typ-1-Diabetes ist dabei keine Folge einer zuckerreichen Ernährung oder eines bestimmten Lebensstils. Wie entsteht Typ-2-Diabetes? Typ-2-Diabetes entwickelt sich anders. Zu Beginn produziert die Bauchspeicheldrüse meist weiterhin Insulin. Die Körperzellen reagieren jedoch zunehmend weniger empfindlich darauf. Diese verminderte Wirkung des Insulins wird als Insulinresistenz bezeichnet. Der Körper versucht zunächst, dies auszugleichen, indem die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produziert. Mit der Zeit kann diese zusätzliche Insulinproduktion jedoch nicht mehr ausreichen. Im weiteren Verlauf kann auch die Fähigkeit der Bauchspeicheldrüse zur Insulinproduktion abnehmen – der Blutzuckerspiegel steigt. Die Entstehung von Typ-2-Diabetes ist komplex und lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Neben der genetischen Veranlagung und dem Alter spielen auch beeinflussbare Faktoren eine Rolle. Dazu gehören unter anderem körperliche Aktivität, Ernährung und Übergewicht, insbesondere vermehrtes Fettgewebe im Bauchbereich. Gut zu wissen: Früher wurde Typ-2-Diabetes häufig als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Diese Bezeichnung wird heute weniger verwendet. Die Erkrankung tritt zwar mit zunehmendem Alter häufiger auf, kann jedoch auch jüngere Erwachsene und Jugendliche betreffen. Was passiert bei Schwangerschaftsdiabetes? Während einer Schwangerschaft verändert sich der Stoffwechsel der werdenden Mutter. Schwangerschaftshormone können unter anderem dazu führen, dass die Wirkung von Insulin abnimmt. Normalerweise kann die Bauchspeicheldrüse dies durch eine erhöhte Insulinproduktion ausgleichen. Reicht diese Anpassung nicht aus, können die Blutzuckerwerte ansteigen. Wird eine entsprechende Störung des Glucosestoffwechsels erstmals während der Schwangerschaft festgestellt, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes beziehungsweise Gestationsdiabetes. Nach der Geburt normalisieren sich die Blutzuckerwerte häufig wieder. Ein vorausgegangener Schwangerschaftsdiabetes ist jedoch mit einem erhöhten späteren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden. Warum kann Diabetes lange unbemerkt bleiben? Vor allem Typ-2-Diabetes entwickelt sich häufig langsam. Zu Beginn verursacht ein erhöhter Blutzuckerspiegel nicht immer eindeutige Beschwerden. Dadurch kann die Erkrankung bereits längere Zeit bestehen, bevor sie erkannt wird. Mögliche Anzeichen können verstärkter Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit oder eine verminderte Leistungsfähigkeit sein. Auch Sehstörungen, eine erhöhte Infektanfälligkeit oder schlecht heilende Wunden können auftreten. Solche Beschwerden sind jedoch nicht spezifisch für Diabetes und können viele andere Ursachen haben. Ob tatsächlich ein Diabetes vorliegt, kann nur durch entsprechende medizinische Untersuchungen festgestellt werden. Warum ist ein dauerhaft erhöhter Blutzucker problematisch? Bleibt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit erhöht, können Blutgefässe und Nerven geschädigt werden. Davon können verschiedene Bereiche des Körpers betroffen sein, beispielsweise Herz und Kreislauf, Nieren, Augen oder Nerven. Auch Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen können im Zusammenhang mit Diabetes auftreten. Eine fachgerechte Behandlung und regelmässige medizinische Kontrollen sind deshalb wichtig. Welche Rolle spielt die Ernährung? Menschen mit Diabetes benötigen grundsätzlich keine spezielle „Diabetes-Diät“. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, wie sie grundsätzlich auch für die Allgemeinbevölkerung empfohlen wird. Bei kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln spielen sowohl die Menge als auch die Auswahl der Lebensmittel eine Rolle. Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Früchte sowie Nüsse und Samen können Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein und liefern unter anderem Ballaststoffe. Stark zuckerhaltige Getränke, Süssigkeiten und stark verarbeitete Lebensmittel sollten dagegen nur in begrenzten Mengen konsumiert werden. Bei bestehendem Diabetes sollte die Ernährung individuell auf die persönliche Situation und die jeweilige Therapie abgestimmt werden. Welche Faktoren lassen sich bei Typ-2-Diabetes beeinflussen? Nicht alle Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes lassen sich verändern. Dazu gehören beispielsweise das Alter und die genetische Veranlagung. Andere Faktoren können hingegen beeinflusst werden. Regelmässige körperliche Aktivität kann unter anderem die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin verbessern. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Nichtrauchen und ein gesundes Körpergewicht gehören zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil. Bei bestehendem Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion zudem das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes verringern. Diabetes frühzeitig erkennen Gerade weil sich Typ-2-Diabetes über längere Zeit ohne eindeutige Beschwerden entwickeln kann, kann bei erhöhtem Risiko eine Kontrolle des Blutzuckers sinnvoll sein. Ob und in welchen Abständen eine Untersuchung angezeigt ist, sollte individuell mit einer medizinischen Fachperson besprochen werden. Wichtig: Auffällige Beschwerden oder Blutzuckerwerte sollten medizinisch abgeklärt werden. Eine Diagnose lässt sich nicht allein anhand einzelner Symptome stellen. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Diagnose oder individuelle Beratung. Bei Fragen zu Diabetes, auffälligen Blutzuckerwerten oder bestehenden Erkrankungen wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.
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