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Atemwegserkrankungen

5. März 2024 / Karin Anderegg


Atemwegserkrankungen vorbeugen

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen keine Seltenheit: Durchschnittlich sind Erwachsene zwei- bis viermal jährlich von einer Erkältung betroffen, Kinder deutlich häufiger. Dass Erkältungen eher in der trüben Jahreszeit auftreten, hat allerdings weniger mit der unfreundlichen Witterung zu tun, sondern vielmehr mit verschiedenen begleitenden Umständen. Vorbeugende Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko zu minimieren, insbesondere eine Stärkung des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrkräfte.

Was versteht man unter Atemwegserkrankungen?

Als Atemwegserkrankungen versteht man alle Krankheiten, welche die Funktion des Atmungssystems und die Organe der Atemwege betreffen. Über die Atmung erfolgt die Aufnahme von Sauerstoff. Mit jedem Atemzug werden jedoch auch Schadstoffe und Krankheitserreger aufgenommen, darunter Viren, Bakterien und Pilzsporen. Diese werden durch die Luft übertragen, beispielsweise durch das Sprechen, Lachen und Singen, aber auch durch Niesen oder Husten. Diesen möglichen Infektionsweg bezeichnet man als Tröpfcheninfektion. Eine andere Übertragungsform ist die sogenannte Schmierinfektion. Wenn Erreger durch den Kontakt mit Gegenständen wie zum Beispiel Türklinken und anschließend durch die Schleimhäute aufgenommen werden.
Krankheitserreger, allen voran Viren, beeinträchtigen die Atmungsorgane und damit deren Funktion. Sie führen zu akuten Infektionen wie Erkältung, Bronchitis, Sinusitis und allgemein grippalen Infekten. Eine akute Atemwegsinfektion, begleitet von typischen Symptomen wie Husten und Schnupfen, klingt etwa nach 7 bis 14 Tagen ab. Die Symptome können durch Ruhe und vor allem Hausmittel und rezeptfreie Arzneimittel gelindert und damit der Heilungsprozess beschleunigt werden.
Von akuten Infektionen der Atemwege sind chronische Atemwegserkrankungen abzugrenzen. Sie können durch unbehandelte, länger andauernde akute Beschwerden entstehen, daneben sind schädliche Umwelteinflüsse oder anderweitige Belastungen wie der regelmäßige Tabakkonsum häufig ursächlich. Zu den chronischen Atemwegserkrankungen zählen unter anderem COPD und Asthma bronchiale.

Wie entstehen Atemwegserkrankungen?

Akute und chronische Atemwegserkrankungen entstehen in der Regel durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren: dem Kontakt mit Krankheitserregern und Schadstoffen, der persönlichen Konstitution, dem Immunsystem, der Lebensgewohnheiten und der Umweltbedingungen. Durch die Atmung besteht ein ständiger Kontakt mit der Umgebung; die Atemwege sind deshalb mit einem natürlichen Schutz ausgestattet – den Schleimhäuten. Diese fangen Antigene und Schadstoffe ab. Damit das gelingt, müssen die Schleimhäute intakt sein. Allerdings sind sie einer fortwährenden Belastung durch Umwelteinflüsse und Eindringlinge ausgesetzt: Sind die Schleimhäute angegriffen, begünstigt dies ebenso wie ein geschwächtes Immunsystem und ungünstige Umweltbedingungen wie feuchte und kalte Witterung, eine ungesunde Lebensführung, Tabakkonsum, Stress, Schlafstörungen und Nährstoffmängel Atemwegserkrankungen. An chronischen Formen können weiterhin ein überschießendes Immunsystem und entzündliche Prozesse beteiligt sein.

Risikofaktoren für Atemwegserkrankungen

Für die Entstehung von Atemwegserkrankungen gibt es folgende Risikofaktoren:

Kontakt mit infizierten Personen

angegriffene Schleimhäute durch:
Tabakkonsum
trockene Heizungsluft
Allergene
verschiedene Inhaltsstoffe in Nasentropfen oder -sprays
Giftstoffe
Feinstaub
Stickoxide
Ozon

geschwächtes Immunsystem durch:
Erkrankungen
Schlafmangel
Stress
Nährstoffmangel
Mangel an Bewegung und Frischluft
Genussmittelkonsum und Drogen
Folgeerkrankungen durch Bakterien oder Entzündungen der Atemwegsorgane bei viralen Infekten

chronischer Verlauf aufgrund:
genetischer Veranlagungen
psychosomatischer Erkrankungen
fehlgeleiteter oder schwacher Immunreaktion
unbehandelten Infekten

Aus den Risikofaktoren ergeben sich zugleich Möglichkeiten, Atemwegserkrankungen vorzubeugen. Ebenso werden sie idealerweise bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen herangezogen, um eine geeignete Behandlungsform zu ermitteln und ungünstige Einflüsse zu eliminieren.

Ursachen und Symptome von Atemwegserkrankungen

Die Häufige Ursachen und Begleitumstände von Atemwegserkrankungen sind:
Kontakt mit Erregern
eingeschränkte Durchblutung der Schleimhäute durch Kälte, die zugleich das Überleben von Viren begünstigt
schwache oder überschießende Immunreaktion

Die typische Symptomatik variiert mit der Art der Atemwegserkrankung:
Rhinoviren: Schnupfen
Parainfluenzaviren: Halsschmerzen, Heiserkeit
Influenzaviren: Halsschmerzen, Husten, Bronchitis, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber
RS-Viren: Halsschmerzen, Husten, Mandelentzündung
Adenoviren: Husten mit Auswurf, Bronchitis, Fieber
Coronaviren: Halsschmerzen, Husten, Auswurf, Bronchitis, Lungenentzündung, Fieber

Kleine Anatomie der Atemwege

Die Atemwege unterteilen sich in obere und untere Abschnitte. Je nach den betroffenen Atemwegsorganen ist daher auch die Rede von Infektionen der oberen oder unteren Atemwege. Zum oberen Bereich der Atemwege zählen die Nase, die Nebenhöhlen, der Mund-Rachen-Raum und der Kehlkopf. Dem unteren Bereich der Atemwege sind die Luftröhre, die Bronchien und die Lunge zugehörig, wobei die Lungenbläschen eine besondere Rolle einnehmen.
Der Schutz der Atemwege wird durch eine Schleimschicht, dem sog. respiratorischen Epithel, übernommen. Dessen Bestandteile mit den Becherzellen und den Flimmerhärchen, für die Schleimbildung, das Abfangen und den Abtransport von Eindringlingen zuständig ist. Der Immunfunktion dienen die sogenannten Clubzellen in den Bronchien und den Lungenbläschen, auch als Keulen- oder Clarazellen bezeichnet. Sie produzieren ein proteinhaltiges Sekret, welches an der unspezifischen Abwehr beteiligt ist.

Schutz der Atemwege

Becherzellen und Flimmerhärchen fungieren quasi als Reinigungssystem der Atemwege. Daneben hat das lymphatische Gewebe eine wichtige Funktion inne. Es liegt unterhalb der Schleimhaut und dient dem Erkennen von schädlichen Einflüssen, die absorbiert und eliminiert werden.

Bedeutung des Darms für die Atemwege

In der Schleimhaut des Darms befindet sich ebenfalls lymphatisches Gewebe. Während die Atemwege der Aufnahme und Weiterleitung von Sauerstoff dienen, ist der Darm für die Verdauung und Verwertung der Nahrung zuständig, die wie die Atemluft Schadstoffe und Krankheitserreger enthalten kann. Der Darm hat bei der Immunabwehr eine zentrale Funktion: Schwächelt sie im Darm, betrifft das auch die Atemwege. Daher trägt eine gesunde Darmfunktion nebst der Entwicklung effektiver Abwehrmechanismen und intakter Produktion von Antikörpern zu einer besseren Abwehrfähigkeit der Atemwege bei. Mit dem Schutz der Darmgesundheit lassen sich folglich in gewissem Rahmen Atemwegserkrankungen vorbeugen.

Arten von Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen reichen von einfachen Erkältungsbeschwerden mit laufender Nase und Husten bis hin zu schweren Atemproblemen. Häufige Infektionen der oberen Atemwege sind Schnupfen (Rhinusitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Mandelentzündung (Tonsillitis) und Kehlkopfentzündung (Laryngitis). Bei den unteren Atemwegen kommen Bronchitis, Asthma (Asthma bronchiale), Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung/Lungenemphysem (COPD), Lungenentzündung (Pneumonie) und Zystische Fibrose (Mukoviszidose) häufiger vor.


Sinusitis 

Die akute und chronische Nasennebenhöhlenentzündung geht oft mit verstopfter Nase, eitrigem Nasenausfluss, einseitigen oder beidseitigen Gesichtsschmerzen und Strahlungsschmerzen in Kopf und Kiefer einher. Zu den Auslösern zählen Krankheitserreger und Allergene, Nasenpolypen und verschiedene Nasensprays bei häufigerer Anwendung. Linderung verschaffen Nasenspülungen, Inhalationen und Rotlichtbestrahlungen.


Bronchitis 

An einer Bronchitis, die mit entzündeten und verklebten Bronchien einhergeht, sind meist Krankheitserreger wie Viren, aber auch Tabakrauch beteiligt. Typische Symptome sind Husten mit – oft zähem – Auswurf. Inhalationen, Schleimlöser und eine Reduktion des Tabakkonsums können Linderung verschaffen.


Asthma

Asthma tritt anfallsartig auf und ist mit Atemnot verbunden, in der Regel begleitet von trockenem Husten, einem Engegefühl wie "zusammengeschnürt" im Brustbereich, geräuschvollen Atemzügen und Erstickungsangst. Als Auslöser der chronischen Beschwerden sind Allergene bekannt, Tabakrauch kann Asthma begünstigen. Spezielle Asthmasprays verschaffen Linderung.


COPD, Lungenemphysem

Eine verschleppte Bronchitis kann einen hartnäckigen, chronischen Verlauf nehmen. Weiterhin sind Tabakrauch und schädliche Umwelteinflüsse an der Entstehung von COPD und Lungenemphysem beteiligt, einhergehend mit Husten, zähem Auswurf und Atembeschwerden. Das Abstellen schädlicher Einflüsse kann ebenso in gewissem Rahmen Linderung verschaffen wie Inhalationen.


Lungenentzündung

Dringen Krankheitserreger bis in die Lunge vor, können sie die Lungenbläschen in Mitleidenschaft ziehen und Entzündungen auslösen. Bei einer Lungenentzündung sind Husten, Atembeschwerden und Fieber häufige Symptome. Oft ging eine Erkältung voraus. Es sollte dringend eine ärztliche Konsultation erfolgen, denn hier ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich.

Mukoviszidose

Als Mukoviszidose wird ein Krankheitsbild bezeichnet, bei der verdickter Schleim die Atemwege beeinträchtigt. Diese genetisch bedingte Erkrankung geht mit Husten und Atemnot einher und wird medikamentös behandelt, wobei der Arzt zusätzliche therapeutische Behandlungen festlegen kann.

Vitalpilze können bei Atemwegsbeschwerden Hilfe bieten:

Ergänzend bietet sich bei vielen Atemwegserkrankungen der Reishi an. Er verbessert die Zellatmung und die Fliesseigenschaften des Blutes, was sich sowohl vorbeugend als auch beruhigend bei chronischen Entzündungsprozessen bewährt. Die Bronchien werden besser durchblutet und entkrampft, das Atmen wird deutlich erleichtert.

Der ABM ist ein grosser Helfer beim Schutz vor Erkältungskrankheiten und enthält antioxidative Enzyme, die für die Zellgesundheit wichtig sind. 

Dem Cordyceps wird nachgesagt, dass er eine lindernde Wirkung bei allen Lungenerkrankungen - insbesondere aber bei Astma - hat.


Gesundheitshacks

Gesundheitshack 1:

Achten Sie auf gute, saubere Luft. Diese findet man hierzulande besonders bei einem sogenannten "Waldbad". Geniessen Sie einen Spaziergang im Wald. Atmen Sie tief in den Bauch ein und wieder aus. Spüren Sie, wie sich die Lungenflügel mit frischem Sauerstoff füllen und Sie mit Energie versorgt.

Gesundheitshack 2:

Vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden ausatmen. Elf Minuten lang. Diese Methode soll gegen chronischen Stress, akute Ängste und Einschlafprobleme helfen. Thomas Loew, Professor für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Regensburg erklärt: „Die Atmung ist der gemeinsame Nenner aller Entspannungsverfahren. Quelle: https://www.focus.de

Gesundheitshack 3:

Regelmässig Sport treiben! Das erhöht die Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge. Verbessert die Sauerstoffaufnahme und vergrössert zudem die Luftmenge, die bei einem Atemzug ausgeatmet wird.

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