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Eine Vielzahl von Unternehmen, die dem modernen Trend folgen, versuchen die klimatischen Bedingungen, die für das Wachstum der Vitalpilze erforderlich sind, im Labor nachzustellen. Dabei werden von den meisten Herstellern standardisierte Substrate verwendet (Hirse, Reis oder Gerste). Das Getreide wird sterilisiert, inokuliert (mit Pilzsporen versetzt) und in Plastikbeuteln gelagert. Nachdem die Sporen keimen, durchdringt das Myzelium nach und nach das Getreide. Das Myzelium legt sich dabei um die Körner, scheidet Stoffe aus, welche die Inhaltsstoffe im Substrat aufspalten und äusserlich verdauen. Das Kunstwort für das vom Myzelium umgebene Substrat ist "extrazelluläre Matrix".
 
Entweder werden die Plastikbeutel mit dem Myzelium-Getreide-Gemisch in Alkohol getaucht und sterilisiert, aufgeschnitten und der Inhalt in Backöfen getrocknet, oder die Beutel werden vorher angeschnitten, damit sich einzelne Fruchtkörper entwickeln können. Je nach Hersteller wird nur der Fruchtkörper verwendet, nur das Myzelium-Substrat-Gemisch, oder aber alles miteinander getrocknet und vermahlen (sogenannte «full spectrum» Methode).
 
Der Trend liegt dabei in der Verwendung des Myzeliums (mit dem zwangsläufig enthaltenen Substratanteil, da dieser vom Myzelium technisch nicht zu trennen ist) oder dem «full spectrum», bei dem vom Substrat bis zu den Sporen alles vom Pilz verwendet wird. Auf diese Weise lässt sich schnell sehr viel Masse produzieren. Üblicherweise findet bei dieser Herstellungsmethode keine Extraktion statt.
 
Myzelium, Substrat und (wenn vorhanden) Fruchtkörper liegen als Pulvergemisch vor. Selbst bei einem reinen Fruchtkörper-Pulver liegt der Anteil aufnehmbarer (bioverfügbarer) pilzspezifischer Polysaccharide bei durchschnittlich 3%. Bei der Anbaumethode im Labor werden die Wachstumsbedingungen künstlich gesteuert und sind daher standardisiert. Die Pilze wachsen in einer immer gleichen, möglichst keimfreien Umgebung und unterliegen keinen natürlichen Schwankungen. Dadurch haben Schadstoffanalysen nicht dieselbe Notwendigkeit, wie bei Naturprodukten aus unbekannten Quellen. 

Die Nachteile dieser Methode liegen hauptsächlich in der Konzentration der pilzspezifischen Polysaccharide. Diese ist schwieriger zu überprüfen als bei Fruchtkörpern. Das Mycelium verdaut bei dieser Kulturmethode einen grossen Teil des Substrates, jedoch nicht alles. Dadurch werden bei der Produktion die substratspezifischen Polysaccharide mit den pilzspezifischen Polysacchariden gemischt. Das ergibt einen sehr hohen gemessenen und angepriesenen Anteil an Gesamtpolysacchariden, der jedoch durch die Rückstände der unwichtigen Getreide-Polysacchariden verzerrt ist. Um den Polysaccharidgehalt in Pilzpulver messen zu können, müssen diese erst im Labor durch Extraktion aus dem Chitingerüst gelöst werden. Die menschliche Verdauung jedoch kann Chitin nicht aufspalten, so ist der Polysaccharidgehalt nur dann aussagekräftig, wenn es sich beim Endprodukt auch um ein Extrakt handelt. Der ausgewiesene Polysaccharidgehalt bei Pulvern sagt nichts über deren Bioverfügbarkeit aus. 

Die auf Getreide angebauten Pilze verstoffwechseln nicht dieselben Nährstoffe, die sich in ihren angestammten, ursprünglichen Substraten befinden. Dies kann einen Einfluss auf die Ausbildung der Inhaltsstoffe des Pilzes haben.


Wir von Hawlik haben uns bewusst für die Natur und gegen eine Aufzucht in einem sterilen Labor entschieden. Unserer Meinung nach brauchen Vitalpilze eine natürliche Umgebung um ihr volles Wirkungsspektrum ausbilden zu können.